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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
121
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IV. Thcil. gyster Brief.

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erst alles Mangelhafte bei allen zeitlichen Ver-gnügungen ersetzet, und diese zum rechten Zielgeführet. Wie so leicht kann auch im vergnüg-testen Ehestand eine Trübsalswolke die ver-gnügliche Strahlen bedecken! Pa die Gottse-ligkeit allein das hinlängliche Mittel seyn kann,die weit anders tröstet als eine Geduld ausNoch. Bloß die Furcht einer bevorstehendenScheidung kann bei einem vergnügten Ehe-stände zu gewissen Zeiten einen starken Strichdurchs Vergnügen machen. Wahrlich gott-selige Eheleute wissen sich hiebei zu helfen; siesehen ihren äußeren Stand als vorübergehendan; sie kennen, sie haben was Dauerhafteres;sie sind einander im Geist- und Leiblichen zuGehülfen, und zur tröstlichen Gesellschaft aufder Reise: wird dann gleich endlich ein zeit-liches Band gebrochen, so bleibt doch dasBessere und das Ewige, nämlich ihre Verbin-dung mit AEsu, und ihre geistliche Verbin-dung unter einander in demselben.

Liebet dann, wertheste Freunde, IEsimivor allen Dingen! Liebet und lebet also untereinander, daß ihr ewig lieben, leben und ver-gnügt seyn möget! Also wünschet, mit vielerAngelegenheit und Empfehlung in GOttesgnädigen Schutz und Regirung,

Ew. Hochedeln,

ergebener Freund undDiener.

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