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Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
108
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io8 Geistliche Briefe.

machen. Nun, der HErr hatte sie uns gege-ben; der HErr hat sie genommen; der NamedesHErrn sey gelobet! Sie war noch mehrsein als unser, darum sey sie ihm auch willigüberlaßen. Sie ist uns nicht verloren, son-dern voraus gesandt. Bald gehen wir auchbin, um sie herrlicher Wiederau finden, alssie von uns gegangen ist. Sie und so viele,viele die wir theils gekannt, theils nicht ge-kannt haben, erwarten unserer in dem Hause irrnsers himmlischen Vaters. Sie sind daheim ^in Sicherheit und Ruhe; wir in Gefahr undvieler Beschwerlichkeit.

O! der HErr lehre uns suchen, was dro- >ben ist; trachten nach dem, das droben ist, jda Christus und alle unsere entschlafeneBrüder und Schwestern sind; und uns,durch Gebeth, Glauben und Wandel imGeist, mit diesem unserm Vaterlande gemein-sam werden von Nun an; hingegen diesesLeben und alles Wohl und Weh in demsel-ben sehr gleichgültig, und nur wie einen Wegachten, um in unser wahres Vaterland zugelangen! Ach! wie schön und nöthig wärees, wenn wir recht eileten, und alles ableg-ren, was nicht durchs enge Pförtchen durch-gehen kann. Ein jeder von uns muß Paulovon Herzen nachsagen: PH. z. 'Ich ver-gesse, was dahinten ist, und strecke michaus zu dem, das da vornen ist; und ja-ge nach dem vorgesteckten Ziel, demRleinod, welches uns vorhälr die bimm-

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