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IV. Theil. z6ster Brief.
in allem, vertraue aber auf GOtt unendlich,denn er liebet dich um fern selbst willen.Zwar muß die Liebe dich auch zur Gegenliebeund Treue bewegen; nur mußt du nichts vondir selbst erwarten, sondern mit kindlichemVertrauen anklebend bleiben dem GOtt, derdir so nahe ist. Die Erfahrung deiner Ver-derbnisse laß dich nur demüthigen, und so vielmehr abhänglich machen.
Es ist sehr dienlich, daß du mir GOrcdich suchest abzugewöhnen von der bösen Ge-wohnheit des unnöthigen Essens außer derZeit. Je schwerer solches zu unterlaßen ist,desto gefährlicher ist es: ganz was andersaber ist es, wann du krank bist, oder sonsteine Nothwendigkeit es erfodert.
Was das andere, wovon du schreibst,anlangt, solches mußt du zu deiner Demü--rblgung tragen, wann es da ist; aber janicht darin einwilligen, oder dich lange dabeiaufhalten. Vergiß es alles, so gut du kannst.Erinnere dich GOttes und seiner heiligen, lie-benswürdigen Gegenwart, wodurch allesBöse vertrieben und alles Gute mitgetheiletwird. Er allein lst genug. In Essen undTrinken vergönnet dir GOtt das Nöthige;iß mit andern, was da ist, denke aber mehran GOtt, als ans Essen.
Ob du bildlich an mich denkst oder nicht,daran ist wenig gelegen; wenn du nur GOttliebest, an ihn denkst, und mit ihm dich in-nigst vereinigest, dann bleibt auch unsere Gei--F 5 stes-