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»ich:
Der zzste Brief.
Wie man ohne Sehen, im Glauben GOtt dienenmüße.
Sehr liebe Schwester!
c>ch wundere mich fast, daß du sagst: duhabest mich so lange nicht gesehen, da ichdich doch noch oft sehe, obgleich nicht mitleiblichen Augen: doch weil du jetzt im Dun-keln bist, so kannst du auch GOtt nicht sehen,ob er dir gleich ganz nahe ist. So glaubedenn, weil du nicht sehen kannst, und ehre,anbethe, liebe und diene GOtt eben so herz-lich, als wenn du seine Nahheit und Allgenug-samkeit aufs Innigste sähest und genössest,denn GOtt ist unveränderlich derselbe. DeinSinn bleibe nur auch unveränderlich derselbe,ihm zu wollen gefallen, und ihn zu wollen ver-gnügen! So lange du diesen Sinn hast, solange vergnügst du ihn wirklich; und das istgenug. In der seligen Ewigkeit werden wiruns mit GOtt satt sehen und schmäcken. Hierist die Zeit des Leidens und des Glaubens, ausLiebe zu dem, der uns geliebet hat.
Halte nur getrost aus, liebe Schwester!Endlich wird es gut gehen, und nach demtraurigen Charfreitag ein fröhlicher Ostertagfolgen. Glaube inzwischen zu deinem Trost,F 4 daß
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