Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
67
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IV. Theil. 2?ster Brief. 67

»r angenehmes und Widriges begegnet, undv mepnet, dann stände es nicht wohl um euch;da ihr solches billig sehr werth schätzen undGOrr loben solltet. Hingegen achtet ihr dasfür eine Gnade, wenn ihrs nach euerm Smne!l. habt, und nichts Widriges da ist: und ebendann stehets oft am schlechtesten, da dieSinne und Natur nur Nahrung kriegen.

. Ich habe euch immer den Gehorsam ange-^ rachen, und das Folgen eures Eigenwillenseuch als erschröcklich vorgestellet. Und ichsage noch: daß der Ungehorsam eine Zaube-> reisünde ist.-Dem eigenen Willen fol-

gen ist der gerade Weg zur Hölle. Ihr müßtallen euern Willen verläugnen, und dieBeugsamkeit eines Kindes gegen N. N. und

N. und alle andere haben.-

O Auch habe ich euch immer vor allem Phan-tasiren, Eindrücken und Gefühlen gewarnet;^ und doch sind eure Briefe, und euer Wandelvoll davon. Was sollen eure Träume undandere Grillen von bald diesem, bald jenem?Sind es nicht lauter Phantasien? Habenwir nichts Nöthiqers zu bedenken, um unsPi zur großen Ewigkeit zu bereiten?

I>P So lang' ihr über andere klagt, wer esMl auch sepn möchte, so lange seyd ihr noch in derPS Irre. Begnadigte Sünder und einfältigeD Kinder klagen nur über sich selbst, und können,jt!, Mit andern umgeben, wie mit Engeln.

Ä Ich schreibe euch, liebe Schwester! so inP der Eil, mit sehr krankem Haupt, wie ichzp E 2 wandeln