Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
34
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Geistliche Briefe.

Eure N. wird ja endlich was männlicherwandeln, und sich durch das Trauern der Ei-genliebe, die in den Tod soll, nicht mit em-pfindlich und traurig machen laßen. Es sterbedie Natur; es lebe JEsus nur! Der Geistbleibe abgeschieden, GOtt anbangend, undnehme sich des empfindlichen Theils nicht so an.Der N. rufe ich zu: Srüle, stille! Stilleauswendig; stille inwendig! In Ansehung desAuswendigen spricht der HErr: was gc-hers dich an? Folge du mir nach! In An-sehung des Inwendigen heißt es: Entweichedir selbst; denn da, wo du bist und wirkest,da wird GOtt und sein Werk gebindert. N.hat mich mit ihrem Gruß erquicket; JEsuserquicke ihre Seele wieder! Der liebste GOttwill uns so unannehmlich, so grundeinfaltig,so süßvertraulich haben, ich kanns nicht aus-drücken: und wenn wir uns, bei stiller Her-zenseinkehr, also formiren laßen, dann ver-gnügen wir GOtt wunderbarlich. An dieN. habe kürzlich mit Vergegenwärtigungund Beruhigung viel gedacht. Ihr, und auchder N. rufe ich zu: Ach, ihr lieben Binder!euer Herz und Auge bleibe doch hinein-gewandr, damit ihr die kostbare perlefinden möger, um welche man so freudighingebek, und alles dafür Verkäufe Sehetnicht hinaus und herum, da der betrüglichenKrämer so viel herum gehen, und ihre falscheWaare anpreisen. Das Loos, so der HErreuch in seinem Hause zugedacht, ist ein Son,

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