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Der 6te Brief.
Anweisung, wie wir von dem unseligen Ich durchGnade mögen erlöset werden.
Herzlich geliebter Bruder!
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All!»!
e^ein Angenehmes erhalte jetzt. Daß dasunselige IG bei dir und bei andern-daselbst »och nicht todt ist, glaube ich wohl.Es wäre Gnade vor GOtt, und mir eineFreude, wenn em jeder sein Hch recht erkennnete, bekennele, und der kreuzigenden, töd-Lenden Gnade und Vorsehung gebührendRaum und freie Hand über- und in sichließe. O! wie würde ich da das Meine so>gern beitragen, dich und andere zu encou-raßiren, langmütbtg und getrost unter solchenLeiden auszuhalten. O! das Gift des eigenenLebens bat uns mehr und tiefer durchdrungen,als ein Mensch glauben sollte. In andernkönnen wirs sehen und verpfuien, in uns selbstaber nur sehr spät, und nicht ohne Gnade.Wüßten wir, welch eine Hölle in jener Weltdiesem Selbstleben bevorstände; wir würdenhier gern alles leiden mit GOtt, und allenKreaturen Erlaubniß geben, uns zu kreuzi-gen , und diese unsere Kreuziger in allerAufrichtigkeit lieben können, indem sie unsdas größte Heil befördern helfen.
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