Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 4 (1799)
Entstehung
Seite
11
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IV. Theil. zter Brief.

Sterben aber Geduld und Ohnmacht. CsHilst kein Repariren; es muß was Neueskommen. Das Leben JEsu muß an dieStelle des Unfern kommen. Dieses könnenwir nicht machen; wir müßens auf demrechten Plätzchen erwarten, und inzwischenunser Leben leiden. O wie so viel edler istdie Einkehr, Innigkeit, Vereinigung mitGOtt, die geschenket, als die, so gesuchtwird! Eine Gnade, die alle Arbeit, Leidenund Geduld überfiüßig ersetzet.

Die jüngst übersandte Berichte von da-sigen Gemüthern, waren mir angenehm.Daß es mit N. in bewußter Sache stillegeworden, ist mir recht lieb. Je mehr sie sichselbst als eine nichtsnützige Sache da laßen,und auch aller Kreaturen vergessen kann;desto mehr wird sie mit JEsu, und auch mitmir in Freundschaft stehen. Wo wir nichtsind, da ist GOkk. Daß die N. zum Gefühlihrer Sündenschulden kommt, freuet mich.Ja, es bekleibe und bleibe! Sie sage dochdie ganze wabrbeit, (Marc, s, ZZ-) sowird ihre Seelengenesung erfolgen. DieN. wolle der HErr durch die Dornsträuchedurchziehen. Besser ists, daß man das Ste-chen und Reißen der Dornen fühlet, alsdaß man davor stehen bleibe. Die N. er-innere auch in meinem Namen, daß sienicht säume; jetzt wäre es für sie Zeit. Ogefährliche Sicherheit und Faulheit bei höch-ster Seelengefahr! O JEsu! lebe du.