Der izzste Brief. M
Von dem wahren und falschen Verlieren in !>DGOtt. Ech
Mg'
In dem HErrn JEsu herzlich geliebter
Bruder! W
M,
^o eben Hab' ich erst dein und deiner^ Frauen, meiner Schwester, angenehmes «knSchreiben lesen können, und doch nur mit Wisthalber Andacht, weil ich eine Zeit her schwach Wgewesen, und auch noch wegen Kopfschwachheitkaum aufs Papier sehen darf. Ich sage deß-wegen nur mit Einem Wort: Ja, Bruder! Weich verbinde mich mit dir, und hege, meines UWissens, keinen Argwohn wider dich, viel- M
weniger laß ichs andere blicken, wo in Neben- Gfachen eine Differenz seyn sollte. Im Grunde ich,sind wir völlig einig, und können deßwegen kchgenugsam einerlei Reden führen, obschon ich "chwohl wenig mehr werde reden können, weil Zmich abgenutzt bin. Meine Gedanken sind nur dA
diese, worin wir ja auch einig seyn werden: An
Der Mensch muß seine (Leele erst finden , ehe Nr!er sie verlieren kann, oder seine Verlierung ^
ist nur eine eingebildete Verlierung, die ihm eitz
wahrlich Schaden bringet. Diese Verlie- linist
rung, oder Loslaßung seiner selbst in GOtt, ich i
ist