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Geistliche Briefe.
verbieten, noch verwehren. Inzwischen istsmir auch so am ruhigsten, daß man, wie bis-her geschehen, also auch ins Künftige, nichtnur der Obrigkeit gebührende Schuldigkeit,nach GOtt, abstatte, sondern daß auch deräußeren Kirche möglichst ein Genügen geleistetwerde, so lange nichts Wider das Gewissen ge-federt wird, wie es JEsus und seine Jüngerauch so gemacht haben. Rom. 14,14. Willdann doch der Widerwärtige nicht ruhen, wieer unmöglich kann noch wird, so leidet sichshernach so viel getroster, und man hat gewißUrsache, sich sodann zu freuen, denn manleidet um der Wahrheit, und um eines solchenJEsu willen , dessen Schmach ehrlich, unddessen Kreuz Seligkeit ist. Seine Gloriedringt doch endlich hindurch; denn sein ist dasReich, und die Kraft, und die Herrlichkeitbis in Ewigkeit! Amen.
Ich grüße nochmals herzlich, dich unddeinen Mann, und alle übrige Herzenskinder,und die gerne solche werden wollen. JEsussegne euch! Er sey in eurer Mitte, und machesich herrlich in und unter euch! Ich gedenkeeurer aller in Schwachheit. Vergesset auchmeiner nicht, der ich bin, und durch Gnadeverbleiben werde.
Dein und der übrigen
Mülheim,den 28. Sept. 1727.
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