Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
255
Einzelbild herunterladen
 

255

H. Theil. 85ster Brief.

ist noch so was wankelbar oder veränderlich;tehj bisweilen kommst du auf eine gerade Spur:iH ^ wann du nämlich den Heiland so nahe giau-W best, und mit ihm suchst umzugehen, auch^ ohne ihn deutlich zu kennen, u. s. w. dannbist du auf der rechten Spur. Ein ander-mal verläßt du wieder diese Spur, unddenkst: das sey keine Uebung für dich; du«. se,M und bleibest ein elendes verderbtesMensch; der Heiland hatte mit dir nichtszu rhun, du bildetest dir nur so was ein;siehe, da sinkst du dann wieder in das-i stere Angstwesen deiner Natur, da dir derI Versucher allerhand weis machet, um dirdie Liebe und das Vertrauen zu JEsu,und ich hätte bald gesagt , auch zu seinenKindern zu benehmen. Siehest du auf JE--sum, dann gehts gut; siehest du auf dichselbst, dann sinkest du.

ß ^ Nun liebes Kind! plage dich doch nicht^ ß so vergeblich mit dir selbst; verderbe die Zeitnicht, mit zweiflenden Gedanken nachzuhän-W gen; vergiß dein Elend, und leg' es, gleich-er- wie in einem Bündelchen, vor JEsu hin,M ohne das Bündelchen offen zu machen. Ueber-gib dich ganz JEsu; der hat es auf sichgenommen, daß er dich wolle selig machen,D von allen deinen Sünden ; Er wird es schonchP wissen auszuführen; darüber hast du dir denA Kopf nicht zu zerbrechen. JEm verrranen,JEsum lieben, das ist deine Pflicht; wo-W i" er selbst Gnade geben wird, dich darin