Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
185
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II. Theil. 64 sker Brief. r8?

Einfalt meines Herzens vor GOtt, daß ermir angenehm gewesen, weil ich daraus nochdeutlichere Spuren der bei euch.bleibenden

> und in euch wirkenden Gnade GOttes er-! kannt und gefühlet habe. GOtt weiß, daß^ ich die Wahrheit sage. Euer Kleinglaube

> zwinget mich, daß ich so schreiben muß.L Ich habe nochmals euren Brief und eureni.f Seelenzustand vor GOtt offen gelegt: ich

' werde aber in seinem Licht immer mehr darinbefestiget, daß ich vor GOtt, und an eurerNE so bedrängten Seele recht untreu handelnEe würde, wo ich euch nicht alle Versicherung^ gäbe, daß GOttes Gnade über euch, ja ineuch ftp, ob euch schon gerade das GegentheilM iusch-lntt.

, Ich versichere euch von Seinetwegen, daß^ zwar eure unbekannte Verderbnisse und Ei-EM genheiten Ursache an diesen euren Leiden, doch^ keineswegs anzusehen sind, als eine sogenannteW Strafe darüber, sondern als ein unumgäng-lieh nöthiges Mittel und Weg, euch davon§ zu reinigen und zu befreien; und daß demnachW' GOtt, in allen diesen bitteren Leiden nichtsanders beäuge, als die Heiligung und dasi Wohlsepn eurer Seele, und lauter Liebe und! Erbarmung darunter verborgen sey, folglichjqh eure Ouaal nicht nur könne, sondern auchgewiß werde aufhören, so bald GOtt' seinen Liebeszweck an euch wird erreicht haben., st Hierin bin ich vor GO tt gewiß, und wannitz- M 5 ihr