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3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
Seite
347
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und konnte und wollte die Thränen nicht zu-rück halten, die des Alten herzliche Klageendlich auch aus seinen Augen hervorlockte.Alle Schmerzen, die seine Seele drückten,lösten sich zu gleicher Zeit auf, er überließsich ihnen ganz, stieß die Kannncrthüre auf,und stand vor dem Alten, der ein schlechtesBette, den einzigen Hausrath dieser armseli-gen Wohnung, zu seinem Sitze zu nehmengenöthigt gewesen.

Was hast du mir für Empfindungen regegemacht, guter Alter? rief er aus: Alles,was in meinem Herzen stockte, hast du loSgelöst; laß dich nicht stören, sondern fahrefort, indem du deine Leiden linderst, einenFreund glücklich zu machen. Oer Alte woll-te aufftehen und etwas reden, Wilhelm ver-hinderte ihn daran; denn er hakte zu Mit-tage bemerkt, daß der Mann ungern sprach;er setzte sich vielmehr zu ihm auf dxn Skroh-sack nieder.