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3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
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ähnlich zu scyn, die in der Lust vor unfernAugen herum schweben, die wir allenfallsHaschen und uns zueignen mögten: da sichder Gesang dagegen wie ein Genius genHimmel hebt, und das bessere Ich in unsihn zu begleiten anreizk.

Oer Alte sah Wilhelmen an, alsdann indie Höhe, that einige Griffe auf der Harfe,und begann sein Lied, Es enthielt ein Lobauf den Gesang, pries das Glück der Sän-ger, und ermahnte die Menschen, sse zu ehren.Er trug das Lied mit so viel Leben undWahrheit vor, dass es schien, als hätte er eSin diesem Augenblicke und bey diesem An-lässe gedichtet. Wilhelm enthielt sich kaum,ihm um den Hals zu fallen, nur die Hurcht,ein lautes Gelächter zu erregen, zog ihn aufseinen Stuhl zurück; denn die übrigen mach-ten schon halb laut einige alberne Anmer-kungen, und stritten, ob es ein Pfaffe oderJude sey.

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