Hause (er hatte in eben demselben, in wel-chem Philine wohnte, Platz gefunden) gleichzu markten und zu quängeln an. Er wolltefür weniges Geld besseres Quartier, reichli-chere Mahlzeit und promptere Bedienunghaben. In kurzer Zeit machten Wirth undKellner verdrießliche Gesichter, und wenn dieandern, um froh zu leben, jich alles gefallenließen, und nur geschwind bezahlten, umnicht länger an das zu denken, was schonverzehrt war; so mußte die Mahlzeit, dieMelina regelmäßig sogleich berichtigte, jeder-zeit von vorn wieder durchgenommen wer-den, so daß Philine ihn, ohne Umstände, einwiederkäuendeS Thier nannte.
Noch verhaßter war Madam Melinadem lustigen Mädchen. Diese junge Frauwar nicht ohne Bildung, doch fehlte es ihrgänzlich an Geist und Seele. Sie dcklamir-te nicht übel, und wollte immer deklamiren;