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3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
Seite
210
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Noth weise gewordnen Traue,'gen. Wie lan-ge hielt ich mich für unzerstörbar, für un-verwundlich, und ach! nun seh ich, daß eiutieser früher Schade nicht wieder auLwach-sen, sich nicht wieder Herstellen kann; ichfühle, daß ich ihn mir ins Grab nehmenmuß. Nein! keinen Tag des Lebens soll derSchmerz von mir weichen, der mich noch zu-letzt umbcingk, und auch ihr Andenken sollbey mir bleiben, mit mir leben und sterben,das Andenken der Unwürdigen ach, meinFreund! wenn ich von Herzen reden sollder gewiß nicht ganz Unwürdigen! IhrStand, ihre Schicksale haben ste tausendmalbey mir entschuldigt. Ich bin zu grausamgewesen, du hast mich in deine Kälte, in dei-ne Härte unbarmherzig eingeweiht, meinezerrütteten Sinne gefangen gehalten undmich verhindert, das für ste und für michzu thun, was ich unS beiden schuldig war.