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3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
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206
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zutheilen, bezauberte von jeher die Welt,und war für den Begabten ein reichlichesErbtheil. An der Könige Höfen, an denTischen der Reichen, vor den Thürcn derVerliebten horchre inan auf fie, indem sichdas Ohr und die Seele für alles andere ver-schloß; wie inan sich selig preist und ent-zückt stille steht, wenn aus den Gebüschen,durch die inan wandelt, die Stimme derNachtigall gewaltig rührend hervordringt!Eie fanden eine gastfreyc Welk, und ihr nie-drig scheinender Stand erhöhte sie nur destomehr; der Held lauschte ihren Gesängen,und der Überwinder der Welt huldigte einemDichter, weil er fühlte, daß, ohne diesen, seinungeheures Oaseyn nur wie ein Sturmwindvorübcrfahren würde; der Liebende wünschtesei» Verlangen und seinen Genuß so tausend-fach und so harmonisch zu fühlen, als ihndie beseelte Lippe zu schildern' verstand, und

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