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3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
Seite
203
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wünschte zu fpät kommt, und daß alles er-reichte und erlangte auf ihr Herz nicht dieWirkung thut, welche die Begierde uns inder Ferne cchnden läßt. Gleichsam wie einenGott hat das Schicksal den Dichter überdieses alles hinüber gesetzt. Er sieht dasGcwirre der Leidenschaften, Familien undReiche sich zwecklos bewegen, ec sieht dieunauflöslichen Räzel der Mißverständnisse,denen oft nur ein einsylbigcS Wort zur Ent-wicklung fehlt, unsäglich verderbliche Ver-wirrungen verursachen.' , Ec fühlt das Trau-rige und das Freudige jedes Menschenschick'sals mit. Wenn der Weltmcnsch in einerabzehrenden Melancholie über großen Ver-lust seine Tage hinschlcichk, ode,c in ausge-lassener Freude seinem -Schicksale entgegengeht, so schreitet die empfängliche leichtbe-wegliche Seele des Dichters, wie die wan-delnde Sonne, von Nacht zu Tag fort, und