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3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
Seite
149
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sichten so reizend, daß man sie gar zu gernin sein Gedächtniß zurück rnst. Jeder Theilsucht einen Vorzug vor dem andern zu be-halten; er habe früher, uneigennütziger ge-liebt, und jedes wünscht in diesem Wettstreitelieber überwunden zu werden, als zu über-winden. i. , ^

Wilhelm wiederholte Marianen, was sieschon so oft gehört hakte, daß sie bald seineAufmerksamkeit von dem Schauspiel ab undaus sich allein gezogen habe, daß ihre Ge-stalt, ihr Spiel, ihre Stimme ihn gefesselt,wieder zuletzt nur die Stücke, in denen siegespielt, besucht habe, wie er endlich aufsTheater geschlichen sey, oft, ohne von ihr be-merkt zu werden, neben ihr gestanden habe;dann sprach ec mit Entzücken von dem glück-lichen Abende, an dem er eine Gelegenheitgefunden, ihr eine Gefälligkeit zu erzeigen,und ein Gespräch einzulciten.