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3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
Seite
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gewöhnlich kalte Leute zu nenne» pflegt, weilsie bcy Anlässen weder schnell noch sichtlichauflodecn; auch war sein Umgang mit Wil-helmen ein anhaltender Zwist, wodurch sichihre Liebe aber nur desto fester knüpfte:denn ungeachtet ihrer verschiedenen Den-kungsart fand jeder seine Rechnung bcy demandern. Werner that sich darauf etwas zugute, daß ec dem vortrefflichen, obgleich ge-legentlich ausschweifenden Geist Wilhelmsmit unter Zügel und Gebiß anzulcgen schien,und Wilhelm fühlte oft einen herrlichenTriumph, wenn er seinen bedächtlichen Freundin warmer Aufwallung mit sich sortnahm.Eo übte sich einer an dem andern, sie wur-den gewohnt sich täglich zu sehen, und manhäkle sagen sollen, das Verlangen einanderzu finden, sich mit einander zu besprechen,scy durch die Unmöglichkeit, einander verstündlich zu werden, vermehrt worden. ' Im

Grün-