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3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
Seite
137
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wußte er, in den Knabenjahren, sein Zim-mer, das er als sein kleines Reich ansah,stattlich auszustaffiren. Seine Bettvorhängewaren in große Falten aufgezogen und mitQuasten befestigt, wie man Thronen vorzu-stellen pflegt, er hakte sich einen Teppich indie Mitte des Zimmers, und einen feinernauf den Tisch anzufchaffen gewußt, feine Bü-cher und Geräthschasten legte und stellte erfast mechanisch so, daß ein niederländischerMahler gute Gruppen zu seinen Still-Lebenhätte heraus nehmen können. Eine weißeMütze hatte er wie einen Turban zurecht ge-bunden, und die Ermel seines Schlafrocksnach orientalischen Costüme kurz stutzen las-sen. Doch gab er hiervon die Ursache an,daß die langen weiten Ermel ihn im Schrei-,ben hinderten. Wenn er Abends ganz alleinwar, und nicht mehr fürchten durfte, gestörizu werden, trug er gewöhnlich eine seidene