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3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
Seite
118
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m? Folgen haben könnte, allein daran Ur-sache.

Wilhelm faßte, als er ihr Geständnißhörte, einen hohen Begriff von den Gesin-nungen des Mädchens, indeß sie die Ge-richkSpersonen für eine freche Dirne erkann-ten, und die gegenwärtigen Bürger Gottdankten, daß dergleichen Fälle in ihren Fa-milien entweder nicht vorgekommen odernicht bekannt geworden waren.

Wilhelm versetzte seine Mariane in die-sem Augenblicke vor den Richtstuhl, legte ihrnoch schönere Worte in den Mund, ließ ihreAufrichtigkeit noch herzlicher und ihr Be-kenntniß noch edler werden. Die heftigsteLeidenschaft, beiden Liebenden zu helfen, be-mächtigte sich seiner. Er verbarg sie nicht,und bat den zaudernden Amtmann heimlich,er mögke doch der Sache ein Ende machen,es sey ja alles so klar als möglich, und be-dürfe keiner weiteren Uiitcrsuchung.