Druckschrift 
3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
Seite
75
Einzelbild herunterladen
 

Wink des Schicksals zu verstehen, das ihmdurch Marianen die Hand reichte, sich ansdem stockenden, schleppenden bürgerlichen Le-ben heraus zu reißen, aus dem er schon solange sich zu retten gewünscht hatte. Sei-nes Vaters Haus, die Eeinigen zu verlaßen,schien ihm etwas leichtes. Ec war jung undneu in der Welt, und sein Muth, in ihrenWeiten nach Glück und Befriedigung zu ren-neu, durch die Liebe erhöht. Seine Bestim-mung zum Theater war ihm nunmehr klar;das hohe Ziel, das er sich vorgcsteckt sah,schien ihm näher, indem er an MarianensHand hinstrebtc, und in selbstgefälliger Be-scheidenheit erblickte er in sich den treffliche»Schauspieler, den Schöpfer eines künftigenNational-Theaters, nach dem er so vielfäl-tig hatte seufzen hören. Alles, was in deninnersten Winkeln seiner Seele bisher ge-scklnmmert hatte, wurde rege. Er bildete