z68 Geistliche Briefe.
lieget im Schooße einer armen Magd eben sowohl zufrieden/ als in dem Schooße seines ^Vaters im Himmel, uns unterweisend, alle AVerordnungen seiner Weisheit über uns zu Mumhalsen, und die Werke des Gehorsams AZ»und der Liebe nicht weniger zu lieben, als die Mlsüße Lichtes- und Trostesblicke in der Ein-samkeit und im Gebeth. Es stehet sich umge-ben mit Schwachheit, Armuth, Elenden, jq WSünden, und trüget diesen Stand der Ernte-drigung, sammt allen damit verknüpften Leiden,ganz ruhig und stille vor den Augen seines Va- ^ters, uns lehrend eine gleiche Demuth, Ver- ^nichrigung und Uebergebung.
Aeußerlich scheinet das Kindlein IEsusnichts Sonderliches zu haben, und nichts «.,Sonderliches zu thun, und nichts zu wissen: ^innerlick aber beschauet es, liebet es, anbe-thetund lobet es seinen Vater im Verborgenen, ^und opfert sich demselben auf mit allem, was "es ist und vermag: Vater! hie bin ich, zurhun deinen, nicht meinen willen. ^
Ach, liebstes IEsulein! das rhue dualles auch also in uns, und durch uns, iß,,damit wir in dir, und mir dir ein seligesChristfest feiern, davon die Welt nichts U,„weiß. Unser Herz sey dein Stall und deineRrippe, worin du geboren und geher-berget werdest; und dein Herz unser hei- Eßliger Tempel, worin wir hinein gehen,und dir ein unaufhörliche- stummes Hal- ^