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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
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Geistliche Briefe.

Liebe ist nicht eingeschränket, wo es anderseine göttliche, und nicht eine affectirte Liebeist; sie ist allgemein; sie stießet aus ins Uner-meßliche; denn sie ist ein Ausfluß von Vaterund Sohn; und nimmt in ihren weitenSchooß ein, was sich will sammlen laßen.Und in diesen eigentlichen Schooß der Kirchewerden, nach meiner Hoffnung, bald allezerstreuere Kinder GOttes wieder hinein krie-chen, und ohne Kunst, Mühe, und mensch-liche Formen seliglich Ein Hirt und Eine Heerdewerden: denn die Liebe wird endlich siegen;aber diese reine und göttliche Liebe, die ausder wahren Gemeinschaft mit Vater undSohn im Herzen derjenigen ausgegossen wird,die sich befleißigen, im Licht zu wandlen, undsich vom Schatten zum Wesen, vom Aeußernzum Inneren, von aller Manchfaltigkeit zudiesem Einzignöthigen kehren: das bringtVereinigung mit einander, und Friede mitG O kt.

Laßet uns derhalben, geliebter Bruder!immer mehr, immer lauterer, und immerleerer, im Verborgenen unsers Geistes, zudieser Quelle hingehen, und wie kleine Kinderdie Liebe GOttes aus dem Herzen JEsu sau-gen , woraus alle Gnade, Tugend, undwas sonst nöthig seyn möchte, zu seiner Zeitschon erwachsen wird. Ach, daß wir unsdoch durch keinerlei Vorwand, oder Schein,von dieser Uebung möchte» gblocken laßen!

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