Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
322
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Z22

Geistliche Briefe.

Brauchet auch nur bei JEsu diese Frei- ^heit; nennet und erkennet ihn für euren Freundund Bruder, damit nicht eine falsche De- Mmulh der Heiligung noch mehr im Weg sie- Mhe, als alle eure Elenden! D

Wenn es wahr wäre, daß ich geistlich G »>wäre (wie ihr in Liebe von mir denket) sofand ich doch ja meine Lection, so wohl in «IchAnsehung meiner, als auch in Ansehung eu- Mrer und anderer Beladenen, in den beidenersieren Versen des 6ren Kapitels an dieGalater. Schlagets nur nach, und sepd ver- Osichert, daß ich euer Päcklein ein wenig mitfühle, wie viel ich sonst o/t auch an meinemeigenen zu tragen habe.

Sepd getrost in GOtt! Er ist es selbst,der das durchdringende Sehnen euresGeistes nach ihm, eurem^ Ursprung , in «fl-euch erwecket und erhält. Sollre er nun ei-nen Hunger machen, und den Hunger nim- <mer stillen wollen! Wer darf das von derEwigen Liede denken? Er ist es selbst, der ^euch den aufrichtigen Sinn gibt, gern alles ^zu laßen (ich thue hinzu, und gern alleszu leiden) um nur dahin zu gelangen; ^und eben das gehöret auch dazu: Alles muß ^für Alles gegeben werden. Wir mäßen aus- Mgehen aus uns selbst, wenn wir in GOtt sollen ^ Aeingehen, alles aber im Glauben, und durch Mden geheimen Zug der göttlichen Liebe im »iHGrunde der Seelen. Ueberlaßet euch diesemZug vöilig und auf ewig! Er wird euch

dahin