I. Theil. mter Brief.
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Es ist mir allemal lieb, so oft ich etwasvon eurem Sinn und Stand vernehme. GOtLsey gelobet, der euch solch ein inniges, sanf-tes und herzliches Verlangen nach eurerVollendung gegeben; auch daneben die Wegedes Rreuzes , als gesegnete Hülfsmittel zusolchem Zweck, euch immer mehr entdecket,und annehmlich macht! Der Herzog unsererSeligkeit ist durchs Leiden Vollender; undso gefchiehts mit allen Kindern , die er in dieHerrlichkeit einführen will. Durchs Leiden,und im Leiden werden wir JEju liebe Kinder,seine Cameraden, und süße Brüderlein, oderSchwesterlein: darum schämet er sich
nicht, sie Brüder zu nennen. Hebr. r. Undwenn er uns dann durchs Leiden gelautertund vollendet hat, dann wird er uns seinemVater überliefern, uns in dessen Schooß ein-setzen, und aus dem folgenden Vers desge-meldten Kapitels sagen: Siehe hie bin ich,und die Binder, die du mir gegeben bast!
Da nun aber unsere Schwachheit undElend im Leiden, und auch sonst in allenStücken, so offenbar ist, und auch das Leidenau und für sich selbst die Sache nicht ausmacht;so ersenke und verberge sich unser Geist viel inJEsum, um in ihm alles zu finden, was unsmangelt! JEsus ist die eröffnete Liebe undBarmherzigkeit GOttes, der sich auch alsein solcher in dem Grunde unserer Seele an-meldet, und offenbaren will. Aus ihm kom-men her alle die geheime liebreiche Lockungen
und