I.THeik. 87ster Brief.
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los, willenlos und formlos GOtt und seinerLiebe statt geben, und sich in äußerer undinnerer Abgeschiedenheit von dieser seiner Liebedurchdringen zu laßen, vornehmlich wann derHErr (unfern Grund) dazu neiget, und mansich zum Bildlichen und Wirksamen anstren-gen muß. Hat man Besonderheiten zu berhen,so siehel mans zu Anfang des Gebcths miteinem kindlichen Blick an, welcher alles sagt;und sodann vergißt mans, und sinkt in dieAllgemeinheit, worin man, ohne daran zudenken, alles und für alle bittet.
Laßt euch aber mehr diese Gemüthsfassunggeben, als daß ihr solche mitbringen, odermachen wollt, dann solchergestalt würdet ihrnicht recht unbildlich und willenlos seyn. Ihrmüßt nichts prätendiren, als daß ihr GOttvergnügen wollt durch die Ueberlaßung anseine Bewegungen, oder Wirkungen: und jemehr GOtt Gnade gibt, das Eure ruhen undschweigen zu laßen, desto mehr werdet ihrdas Göttliche finden.
Nichts ist zulänglich, die herbe Kräfteeurer Natur und alle andere Liebe in euch zutödten, als allein die Kraft der Liebe undGnade JEsu Christi, die im Gebet!) des Her-zens empfangen, obgleich nicht allemal empfun-den wird. Ernst und Anstrengung sind wohlzu seiner Zeit dienlich, die Ausbrüche des Bö-sen zu unterdrücken: aber die Kraft der Gnadeund Liebe JEsu kann allein das Böse aus-rotten, und die Natur verändern; und diese
Kraft