Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
225
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I. Shell. Lrster Brief.

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viel mehr eilen sollen, daß wir vollendet wer-den. Siehe! dieses ist GOttes Absicht inAnsehung unserer und anderer Berufenen.Aber ach! wie so schlecht wird diese seine hei-lige Absicht erreicht! Wir besinnen uns öf-ters nicht recht. Inzwischen, es mag Kriegoder Friede seyn, der Abend unseres Lebenseilet heran, und unser Werk bleibt unvollen-det liegen. (!) IEfu ! IEfu ! erbarme Sichüber uns! Rufe doch auch uns, wie dorrdeinen Jüngern, mir Nachdruck insHerz: Rönnet ihr nichr eine Stunde mirmir wachen? wacher und derber, daß ihrnicht in Anfechtung faller! Matth. 26,40.und 41. Du findest auch setzt bei alledem Getümmel, ach leider! deine Jüngerschlafend.

Sieh! lieber Bruder! dieß ist so meinKummer in dieser Zeit, daß es innerlich sojämmerlich aussiehet, und daß beides, Frommeund Unfromme nur aufs Aeußere sehen.Nicht, als wenn ich nicht auch mit dem äuße-ren Elend, das an so manchen Orten erstaun-lich groß ist, inniges Mitleiden hätte, undgerne Hülfund Rettung sähe: aber das sageich, das Aeußere ist nicht die Hauptsache.Das äußere Elend kommt nur wegen demInwendigen, und um uns zu bessern und zuGOtt zu treiben. O! darauf sollen wir ein-ander immer weisen, und uns ermuntern,weil wir noch mit einander auf dem Wegesind. Sage es auch, nebst meinem herzlichenErst.B.i-TH. P Gruß,