Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
204
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2c>4 Geistliche Briefe.

werde nicht stracks so kleinmüthig und gestört, ^wenn allerhand Anfälle und Versuchungen jkommen; thue nur das Aeuglein davor zu; *leide, so gut du kannst, und glaube, daß eseben alsdann Zeit sey, dem HErrn recht zu Mzeigen, daß du ihn liebest; dein Wille des ^Gemüths bleibe in allen Anfällen abgeschie-den. Du hast ja gar nicht nöthig, von hin- -ten nach so genau zu untersuchen, ob nichtirgendwo der Wille gewanket habe? Gib dir Min allem Schuld; sonst aber mache nur, daß skdu vom Andenken des Bösen je eher je lieber ^abkommest, um dich wieder in deinen guten ?GOtt zu senken. Nicht das Böse, nichtdas Geschaffene, nicht du selbst, nicht dieß -noch das, sondern GOrr allein muß deinVorwurf feyn. ^

Vor allen Dingen, und es mag immer ^gehen und stehen mit dir, wie es will, laß Mnicht fallen das heimliche, süße Vertrauenzu Gd)rr, welches er selbst in dich geleget -u..hat; glaube gewiß, er wird keine Versuchung ^über dich verhangen, oder er wird dir auch Adas Nöthige dazu geben, dann er ist getreu. ^