Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
187
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I.THeil. 72ster Brief. l8?

^ ^ drücken, und nimmermehr rauben laßen,weil devW» ganze Grund unserer Erlösung und Seligkeit^ darin lieget. Ich will es euch kürzlich bedeuten.M Der in Adam gefallene Mensch liegt,nach seinem Inwendigen, in der ZinsternißM und Hölle gefangen, die trägt er um und mitM sich im Leben, und die findet er im Sterben,M wenn er außer Christo stirbet: GOtt und seinM« Liebesreich ist ihm so lang fern und hart ver-r W schloffen. Deß hat GOtt gejammert in sei-W» ner seligen Ewigkeit, welcher seine Menschen-ik km freundlichkeit geoffenbaret hat in der Mensch-Mi werdung, Leiden und Sterben seines Sohns.«W Wie dieser unser liebster Heiland, JEsusChristus, sein Blut für uns vergossen hat,,'IW da ist die wallende Liebe GOttes zugleich eröff-Mm net und ausgegossen über die Menschheit, alsoji ch, und dergestalt, daß GOrr nun in dem Na-» men seines Sohnes JEsu unseren HerzenM unaussprechlich nahe ist. Der Vorhang istdurch seinen Tod zerrissen, nicht nur (wie unsW Paulus lehret) im Tempel zu Jerusalem,M sondern der Weg zur stillen, seligen EwigkeitM ist uns im Geist aufgeschlossen: also, daß GOt-tes Huld, Gnade, Liebe und GemeinschaftM auch den allergottlosesten Sündern, wann stenur kommen, an ihrem Inwendigen weitoffen stehet; ja der nahe MenschenfreundM kommt uns zuvor; er stehet da an des Her-M zens Thür, und klopfet auf alle Weise an,^iii wartet auf uns, und verlanget nichts mehr,als daß sich der Sünder zu ihm kehre und lebe.> ES