Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
158
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i;8 Geistliche Briefe.

z. Verlange und erwarte aber solches vonanderen nicht, sondern vielmehr, daß sie dichverachten, hassen und vergessen; denn, wei-che Ursache wolltest du haben, solches anderstzu verlangen, da du festiglich glauben mußt,daß du nichts anders verdienest?

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4. Als einem solchen muß dir in alle»Stücken das Geringste, das Wenigste, dasVerachtetste gut genug, und noch zu vielseyn, weil es doch allezeit noch mehr ist, alsdu verdienest.

s. Das obige ist Deine Pflicht; wasanderen ihre Pflicht ist, darüber bekümmeredich nicht sonderlich, weil du kein Vorsteherdes Hauses bist.

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6. Deute alles zum Beßten, was anderereden, oder thun.

7. Wenn du einige Lieblosigkeit, odersonst was Arges, in andern gegen dich mer-kest , so denke doch nichts Arges, sondernglaube, daß sie es so böse nicht mepnen, son-dern daß der Versucher alsdann da sey, deinGemürh dadurch auszulocken, zu beunruhi-gen, und zu verstricken; und reiß alsbalddieses Schalksaug aus, durch plötzliche, abersanfte Abwendung deines Gemüths und deinerGedanken, von andern auf deine innere Ar-muth, oder auf GOttes Gegenwart in dei-nem Herzen.

Diese