Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
129
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1 . Lheil. Zister Brief. 129

^ Ausdrückungen so gewohnt, daß wir kaum?? einmal an den Nachdruck ihrer Bedeutung^ denken, oder dabei stehen bleiben: darum^ möchte ich bisweilen neue Worte und Aus-E drücke haben, mit und andern die Nich-^ tigkeit dieser Zeit und aller zeitlichen Dingegebührend einzudrücken.

i Allein, auch die nachdrücklichste Ausdrückedavon, wäre kaum ein Schatte zu nennenin Vergleichung dessen, was die Seele da-von erkennet, wann sie in einem innigen Ge-sicht der Wichtigkeit des Ewigen, und derAllheit GOttes sich befindet: da verschwin-H den alle Kreaturen ganz, und alles, was inder Zeit beschlossen, wird seiner Kleinheitwegen nicht mehr gesehen. Ach! wie rasendie Kinder Adams dann so entsetzlich, undW was hat uns verblendet, daß wir uns ver-bilden und binden laßen, durch Eitelkeiten?Wir sehen, wir bewundern, wir vertiefenuns in Dinge, die nicht sind, und den,^ der da ist, laßen wir aus der Acht. Er istuns nahe; er ist unser Leben; er ist unserElement, und ewiges Wohlseyn und Herr-' lichkeit; er beut sich uns an den ganzenTag: und achl wir thun unser» Mund nicht' einmal auf, daß wir Seiner genießen-' gen, und nähren uns von Wind, ja von^ einer vergifteten Luft. O daß wir weiseH würden, und im Licht wandelten, das einge-kehrten Herzen aufgehet! Doch ihr wissets- schon, liebe Freunde und Brüder! besser alsErst.B.I-TH. I ich