Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
100
Einzelbild herunterladen
 

IS«

Geistliche Briefe.

«dl!k§

höre, eben wie geübten Aerzten, wann^so eine gemeine Krankheit vorkommt: dH

sind sie unbesorgN sie haberr dazu Arzneyen,

die nicht fehl schlagen. Siehe, so sag ich-^niZauch: JEsus weiß da Rath und Mittel ge<Mnug vor, zeige ihm nur alle deine Wunden M

mit thränendem Herzen; bitte ihn, in De-

muth und Vertrauen, um seine kräftige Hei-

lung, und daß er dich doch von Grund auf- ^

MW'

heilen möge; welches nicht geschehen kann,oder er muß die Wunden bisweilen rech>" Mgroß machen, durch tiefes Gefühl aller Smden, Elenden und Finsternissen: und dennoch ist das alles gut gemeynt, und geschieh

aus herzlicher Liebe, damit du hernach, ja,!H.Lin Ewigkeit, keine Noth mehr fühlen möch-, ^

lest. Inzwischen trachte nur einfältig irisch^"

ner Liebe zu wandten; wer viel liebet, dem. ,werden viele Sünden vergeben: wisse aber,

daß das nicht eben Liebe sey, wann man sH

was Liebliches von GOtt empfindet, oder

wanns einem im Christenthum alles so leichl^;»lind lustig fällt. Es ist dieses wohlund eine Gabe GOttes; aber Lieben ist ei-gentlich : wann man so herzlich gern'Gd)rr in allein aufs Beßre gefallen will«Nun siehe, GOtt ist deinem Herzen so garnahe, und wollte gern wesentliche Gemein-chaft mit dir haben; das glaube doch ein-ältiglich! Damit dir aber dieser thcure Hei'and zu dieser Gemeinschaft verhelfen möge!o sagt ers dir mittelbar, und auch im Her-zen,