98
Geistliche Briefe.
treibung alles Seelengists der Eigenheit; un-ser Lebensbalsam, der nnsern schwachen, mat-ten Lebensgeist, und unsere welke Tugend-blätter durchdringe und grünend macheinchm!Kurz! Er sey es gar in allem!
Ach! wie so wesentlich ist alles dieses,und unendlich-mal mehr in dem heilbringen-den JEsus- Namen zu finden; so, daß wiruns ja schämen sollten, wann wir sonst nachlöcherichten Brunnen uns umstehen, als wennkein Balsam in Gilead mehr wäre. O ja!es ist da eine Fülle, ein offener Brunn, daim Innersten so nahe ist, ja so unaussprech-lich nahe; von wannen auch die Liebe Givc-res durch ihre heimliche, sanfte Züge unsschon entgegen quillet, und unfern dürrenGeist so gern dahinein nehmen möchte, wennwir uns ihr lediglich überließen.
Nichts als dieses Einzige , sage ichdann mit dir, lieber Bruder! und wiederholees mit innigem Vergnügen und Verlangen:Nichrs als dieses Einzige ! nämlich mitjener großen Menge der Schwachen, Blin-den, Lahmen und Dürren (Joh. s.) unshinzulegen in dieses Bethesda, in dieses Hau»der Barmberzigkeie und des Ausflusses,und in eingekehrrem Sinn zu warten aus dieBewegung des Wassers, und uns in selbi-ges ganz hinein zu laßen, so wie wir sind.Wir wissen, daß dieses keine leere Bildersind, noch in uns bleiben sollen, sondern daß
es
B
Ml
§
Wi
M
ch«
Nu«
!«M
Achill
di