Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
83
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I. Theil. 28ster Brief. 8)

^ du mit deinem vertrautesten Seelenfreund imM Verborgenen zu reden und zu handlen hast.,vki, So ists rechts lieber Bruder! wenn wir uns^ du, mit unseren eigenen Lasten nicht lange selbe»schleppen, sondern uns angewöhnen, alles^ alsbald dem HErrn in uns zu sagen und zu^ klagen, mit aller Offenherzigkeit und Ver-' krauen, wie es auch der liebe Paulus alsoW recommandiret Phil. 4, s. und 6. Weil derHErr so nahe sey, so sollten wir gar nichts.sorgen, sondern mit Gebet!), ja auch mit^ Danksagung alles demselben kund werden.7!" laßen. Und dieser vertrauliche Umgang mit°>"'GOtt muß uns dahin bringen, daß es unsals ganz eigen werde, den HErrn immer.in der zweiten Person zu nennen, das ist,""daß wir ihn mehr Du als Er nennen. Nurmäßen wir uns vor einer gewissen scheinbarenUnhöfiichkeit in Acht nehmen, daß wir näm-lich mir unserm Freunde nicht allein und immer-dar von unseren Sachen reden wollen; son-dern auch gern, ja am liebsten, von seinenSachen sprechen, von seinen Glückseligkeiten,.Herrlichkeiten, Thaten und Tugenden, umMmis darin zu erfreuen und zu vergnügen:Edenn solches erfodert die gegenseitige Freund-Mschastsliebe, daß der eine an des anderenWohl- oder Uebelsepn Theil nehme. MeinW' ^Err, welch eine Gnade! Hievon meldeFk-ich nichts mehr; es will geübet sepn. Nur zur^ Stärkung will ich noch dieses goldene Sprüch-Mn beifügen aus i Thess. 5, 10. IEsus^ ' F 2 Ehr«-