8l
l. Theil. 27ster Brief.
nicht. Ich mache keine Schwierigkeit, dirsolches einfältig zu schreiben, wie es dann^ auch alles seyn soll, was ich dießmal schreibe.
Wann ich sonst bisweilen rede oder schreibe,^ 5, kommt mir wohl ein Scrupel in die GedamM,, ken, ob ich nicht vielleicht die Andacht eines^ Freundes auf GOrres Rede, oder WirkungM im Inneren ablocken möchte wider meinens. ! Endzweck? Hier aber hats keine Gefahr.^ Diese Worte sind ein köstliches Gedenksprüch-. lein, und ein äußeres Echo dessen, was munserem Inneren unaufbörlich erschallet, wann^ wir auf die liebliche Stimme des BräutigamsE nur aufmerksam und stille werden könnten.
'' ^ Welch ein Privilegium und Gnade, anGOtt zu gedenken, und seiner nimmer zuvergessen! Was ist es dann, woran ich jetztgedenke? Ist es GOtt? Nein, es ist etwasanders. Aber ist das Etwas Anders dannwesentlicher, besser, schöner, vergnügender, rc.denn GOtt? Ist es werrh, daß ich GOt-«B tes darüber vergesse? Ach! das Gegentheil;es ist ein Schatte, ein Nichts, ja wasHäßliches, Vorübergehendes, Plagendes,und Verderbendes; und um eines solchenDinges willen vergesse ich GOttes, meinesD Ursprungs, des alleinigen, ewigen und völlig-M vergnügenden Vorwurfs. Welche Thorheit!Aber, ich gedenke an was Gutes. Du, thust wohl; aber warum nicht an das Beß-W re? an das höchste Gut, an das alleinigess/" Erst.B.I-TH. Z GM,
«ff-