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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
57
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I.THeil. 2oster Brief. 57

etwa thun oder reden möchte; man trachtet,hu«, j allem seine Absicht ans GOtt gerichtet zuah halten; man laßet seinen Gedanken nicht zu,ela- sich in etwas zu weiden, das SelbstgefallenM verursachen kann; u. s. w.

U wirkender weise wird unser Eigen-W rville geschwächet, wenn wir lieber gehorsa-N men, als befehlen; wenn wir dasjenige nichtW thun noch reden, worauf unser Wille mir zu, L großer Heftigkeit gesetzt ist; und hingegenAtz dasjenige thun, da er nicht gern an will.M Doch verstehet sich dieses nur von ganz gleich-G gültigen Dingen, und die ohne merkliche Un-gelegenheit, oder Schaden geschehen können,mg» als: im Gehen und Stehen, Thun und Laßen,Lesen, Reden, oder dergleichen; man suchetseine Geschaffte treu zu verrichten, doch ohne- Anklebung und innerliche Heftigkeit, so,G daß man trachten muß, alle Augenblicke bereitM Zu seyn, es auf den mindesten Wink der Vor-deck sehung GOttes, ohne Beunruhigung könnenstehen zu laßen; und so auch in andern Din-LP gen. Kurz! man trachtet sanft, freundlichH und gelaßen inwendig, und in seinem ganzenB Wandel zu werden; und so bald sich etwasM Hartes oder Widriges inwendig reget, suchet^ man sich inniglich in das süße Element derD Sanftmut!) zu ersenken. Und dergestalt kann^ man sich in einem stillen, innigen Wesentausendmal verlaugnen, ohne daß es viel^ Geräusch gibt, und so, daß es auch diejenige,mit denen wir leben, wob! nicht einmal merken.B D 5 Vor