§4 Geistliche Briefe.
oder in vielem ängstlichen Klagen lind Zwei«felmüthigkeir, ohne sonderlichen Fortgang,gehalten wird.
Wir mcynen durchgehends, weil zur Ge-meinschaft GOttes so wohl hier, als nachdieser Zeit, solch eine große und tiefe Reinig-keit erfodert wird, so müßten wir auch großeund viele Dinge verrichten, um dahin zugelangen; welches auch im rechten Sinn wohlWahrheit ist: allein dasjenige, so in unfernAugen das Größte ist, ist oft wohl vor GOttKinderwerk, wo nicht geringer; und wasuns kindisch vorkommt, ist vor GOtt manch-mal was Großes. GOtt wolle uns arme,schwache und unweise Kinder rathen und lei-ten! Laßetuns, uns selber frei vergessen, undihn mehr, als bisher geschehen, zum Vorwurfunserer Liebe und Betrachtung haben! Er istsolches allein werth. Ein gewisses Schluß-reimchen drückt es in etwa aus:
Der kurz und leichte Weg zur wahrenHeiligkeit
Ist: wenn man alles kann, und auchstch selbst vergessen;
Wenn man an GOtt nur denkt mitHerzensinnigkeit,
Und kindlich sich ersenkt ins Wesenunermessen.
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Ai!
-Hiemit schließe, weil die Zeit vor« jjk..
bei, und empfehle mich in euer aller Für- tz.z.-
bitte,