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1 (1815)
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Frühling.

1.

Auf, ihr Distichen, frisch! Ihr muntern, lebendigen Knaben!Reich ist Garten und Feld! Blumen zum Kranze herbep!

2 .

Reich ist an Blumen die Flur; doch einige sind nur dem Auge,Andre dem Herzen nur schön; wähle dir, Leser, nun selbst!

3 .

Rosenknospe, du bist dem blühenden Mädchen gewidmet,

Die als die Herrlichste sich, als die Bescheidenste zeigt.

4 -

Viele der Veilchen zusammen geknüpft, das Sträuschen er-scheinet

Erst als Blume; du bist, häusliches Mädchen, gemeint.

Z-

Eine kannt' ich, sie war wie die Lilie schlank, und ihrStolz war

Unschuld; herrlicher hat Salomo keine gesehn.

ü.

Schbn erhebt sich der Agley, und senkt das Köpfchen herunter.Ist es Gefühl? oder ist'S Muthwill? Ihr rathet es nicht.

7 -

Viele duftende Glocken, o Hpaclnthe, bewegst du;

Aber die Glocken ziehn, wie die Gerüche, nicht an.

8 .

Nachtviole, dich geht man am blendenden Tage vorüber;

Doch bep der Nachtigall Schlag hauchest du köstlichen Geist,

y.

Tuberrose, du ragest hervor und ergehest im Frepen;

Aber bleibe vom Haupt, bleibe vom Herzen mir fern!

io.

Fern erblick'ich den Mohn; er glüht. Doch kvmm'ich dir näher,Ach! so seh ich zu bald, daß du die Rose nur lügst.