214
Eine Schwester besorget den Garten, der schwerlich zurWildniß,
Deine Wohnung romantisch und feucbt zu umgeben, ver-dammt ist,
Sondern in zierliche Beete getheilt, als Vorhof der Küche,Nützliche Kräuter ernährt und jugend-beglückende Früchte.Patriarchalisch erzeuge so selbst dir ein kleines gedrängtesKönigreich und bevölkere dein Haus mit lreuem Gesinde.
Hast du der Töchter noch mehr, die lieber sitzen, und stilleWeibliche Arbeit verrichten, da ist's noch besser; die NadelRuht im Jahre nicht leicht: denn noch so häuslich im Hause,Mögen sie öffentlich gern als müßige Damen erscheinen.
Wie sich das Nähen und Flicken vermehrt, das Waschen und
Biegeln,
Hundertfältig seitdem in weißer arkadischer HülleSich das Mädchen gefällt, mit langen Nöcken und SchleppenGassen kehret und Gärten, und Staub erreget im Tanzsaal.Wahrlich ! wären mir nur der Mädcben ein Dutzend im Hause,Niemals wär'ich verlegen um Arbeit, sie machen sich ArbeitSelber genug, es sollte kein Buch im Laufe des JahresUeber die Schwelle mir kommen, vom Bücherverleiher gesendet.