Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
98
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Y8

Musen und Grazien in der Mark.

O! wie ist die Stadt so wenig.

Laßt die Maurer künftig ruhn!

Unsre Bürger, unser KönigKonnten wohl was Vessers thun.

Ball und Oper wird uns tödten;Liebchen, komm auf meine Flur,

Denn besonders die Poeten,

Die verderben dis Natur.

*

O wie freut es mich, mein Liebchen,Daß du so natürlich bist;

Unsre Mädchen, unsre Bübchen,

Spielen künftig auf dem Mist!

Und auf unfern PromenadenZeigt sich erst die Neigung stark.

Liebes Mädchen! laß uns waden,

Waden noch durch diesen Quark.

Dann im Sand uns zu verlieren,Der uns keinen Weg versperrt!

Dich den Anger hin zu führen.

Wo der Dorn das Rockchen zerrt!

Au dem Dörfchen laß uns schleichen.

Mit dem spitzen Thurme hier;

Welch ein Wirlhshaus sonder gleichen!Trocknes Brodt! und saures Bier!

Sagt mir nichts von gutem Boden,Nichts vom Magdeburger Land!

Unsre Saamen, unsre Tobten,

Ruhen in dem leichten Sand.

Selbst die Wissenschaft verlieretNichts an ihrem raschen Lauf,

Denn bey uns, was vcgetiret.

Alles keimt getrocknet auf.