7Y
Mit jedem Schritt wird weiterDie rasche Lebensbahn,
Und heiter, immer heiterSteigt unser Blick hinan.
Uns wird es nimmer bange,
Wenn Alles steigt und fällt.
Und bleiben lange! lange! ,
Auf ewig so gesellt.
Dauer im Wechsel.
Hielte diesen frühen SegenAch nur Eine Stunde fest!
Aber vollen BlütenregenSchüttelt schon der laue West.
Soll ich mich des Grünen freuen?
Dem ich Schatten erst verdanke;
Bald wird Sturm auch das zerstreuen.Wenn es falb im Herbst geschwankt.
Willst du nach den Früchten greifen;Eilig nimm dein Theil davon!
Diese fangen an zu reifenUnd die andern keimen schon;
Gleich, mit jedem Regengüsse,
Aendert sich dein holdes Thal,
Ach! und in demselben FlusseSchwimmst du nicht zum zweytenmal.
D» nun selbst! Was felsenfesteSich vor dir hervorgethan,
Mauern siehst du, siehst PallästeStets mit andern Augen an.Weggeschwunden ist die Lippe,
Die im Kusse sonst genas.
Jener Fuß, der an der KlippeSich, mit Gemsenfreche, maß.