Sich zu schmücken begierig verfolgte den rinnenden Bach einstFrüh die Muse hinab, sie suchte die ruhigste Stelle.
Eilend und rauschend ind.eß verzog die schwankende FlächeStets das bewegliche Bild; die Göttinn wandte sich zürnend;Doch der Bach rief hinter ihr drein und höhnte sie: FreilichMagst du die Wahrheit nicht sehn, wie rein dir mein Spiegel
sie zeiget!
Aber indessen stand sie schon fern, am Winkel des Sees,Ihrer Gestalt sich erfreuend und rückte den Kranz sich zurechte.
Phöbos und Hermes.
Delos ernster Beherrscher und Maja's Sohn, der gewandte,Rechteten heftig, es wünscht'jeder den herrlichen Preis.Hermes verlangre die Lever, die Leyer verlangt'auch Apollon,Doch vergeblich erfüllt Hoffnung den Beyden das Herz;Denn rasch dränget sich Ares heran, gewaltsam entscheidend,Schlägt dasgoldene Spiel, wild, mit dem Eisen entzwey.Hermes lacht unmäßig, der schadenfrohe; doch PhöbvsUnd den Musen ergreift inniger Schmerz das Gemüth.
Der neue» A m o r.
Amor, nicht das Kind, der Jüngling, der Pf»chen verführte.Sah im Olympus sich um, frech und der Siege gewohnt;Eine Göttinn erblickt' er, ror allen die herrlichste Schone,Venus Urania war's, und er entbrannte für sie.
Ach! die Heilige selbst, sie widerstand nicht dem Werben,
Und der Verwegenehieltfest sie im Arme bestrickt.