Herzog Leopold von Braunschweig.
Dick ergriff mit Gewalt der alte Herrscher des Flusses,
Hält dich und theilet mit dir ewig sein strömendes Reich.Ruhig schlummerst du nun bevm stilleren Rauschen der Urne,Bis dich stürmende Flnth wieder zu Thaten erweckt,Hülfreich werde dem Volke! so wie du ein Sterblicher wolltest,Und vollend' als ein Gott, was dir als Menschen mißlang.
Dem A ck e r m a n n.
Flach bedecket und leicht den goldenen Samen die Furche,Guter! die tiefere deckt endlich dein ruhend Gebein.Fröhlich gepflügt und gesä't! Hier keimet lebendige Nahrung,Und die Hoffnung entfernt selbst von dem Grabe sich nicht.
Anakreons Grab.
Wo die Rose hier blüht, wo Reben um Lorber sich schlingen.Wo das Turtelchen lockt, wo sich das Grillchen ergeht,Welch ein Grab ist hier, das alle Götter mit LebenSchon bepflanzt und geziert? Es ist Anakreons Ruh.Frühling, Sommer und Herbst gpnoß der glückliche Dichter;Vor dem Winter hat ihn endlich der Hügel geschützt.