Wird wider-legt.
544 I-B.Z 2 .C. Von den alten Lehrern und PredigernSohn, nenne: ausser diesen zweien sey ihm ein dritter,
als Diaconus zugeordnet. Er seht so gar hinzu: Es habedieser Bischof bey ihnen eben so viel zu sagen, als der Pabstselber: Er lege diesen die Hände auf, und mache siezn Leh,rern der Gemeinden tüchtig, und setze jene ab, nachdem esihm gefällig.
Mit solchen und andern selbst ersonnenen lächerlichen Ein-fällen mehr sucht dieser Mönch die Gemüther seiner Leser wider die-se gute Leute aufzubringen. Es hat ihm aber diese List nicht rechtvon statten gehen wollen. Es liegen nemlich allzuviel Beweisean dem Tage, die mehr als zu deutlich sagen, wie sie bey Beru-fung ihrer Geistlichen sich verhalten, und wie diese hinwiederumin ihrem Amte sich aufführen müssen. So haben wir zuvörderstgehört, daß wenn einer unter die Zahl der Lehrer aufgenommenwerden sollen, sowol dieser für seine Person selber, als auch seineAnverwandten, die Gemeine ersuchen müssen, daferne sie ihn ge-schickt genug dazu befunden, ihn aufzunehmen, und hertzlich fürihn zu GDtt zu beten, daß dieser ihn zu würdiger Führung einesso wichtigen Amtes, mit den dazu benöthigten Gaben sowol desLeibes als des Gemüths ausrüsten wolle. Wir haben ferner ge-sehen, daß keiner von ihren Geistlichen für sich im Stande gewe-sen, etwas wichtiges zu unternehmen: sondern daß alle seineMitarbeiter und Gehülfen am Worte vorher Nachricht davon ha-ben , und ihre Einwilligung drein geben müssen. Und endlichwissen wir auch, daß sie keine andere Nahrung noch Kleider ge-habt, als was ihnen ihre Kirchkinder freiwillig und aus gutemLertzen mitgetheilet haben.
" Wo bleibt demnach jene unumfchranckte pabstliche Gewalt,und jene weltliche Pracht, die ihnen Reinerus in der oben an-geführten wunderbaren Beschreibung zueignet? Die armen Hir-ten einer so kleinen Heerde waren viel zu weit von aller Nachah-mung der Römischen Ceremonien entfernet, daß sie dadurch hat-ten suchen sollen den Einfältigen die Äugelt zu verkleistmt. Da-