- aus ihre» eigenen Schriften. 4Z5
poftel rein und lauter zu erhalten, und sich alle dem zuwidersetzenwas mit derselben streite, und kan es ohne Bewegung und Ueber-zeugung nicht lesen.
Ich kan nicht umhin auch noch eine alte Handschrift mit an-Aus einemzuführen, welche der geneigte Leser mit unter dem Verzeichnis der- MEicrw?ienigen Schriften vom Jahre rz87- so zu Cambridge in Verwah-rung liegen, finden kan. In demselben werden die Waldenser inden Thalern gefragt: (^n-rnto tempo e, cks I:, kslixion e ttmaxreäiLMZ nelle valli! wie lange ist es, daß die Religion inden Thalern ist gepredigt worden? und die Antwort heißt:
Circa cingus cento ^nni, come 6 puo raccoAlier äa molteläittoris, ma seconäo laCrsäsn7.a äs Zli liabitanti äells Valli,äa'I'Lmyo immemoriräs, Lr äa kaärs in I^iAlivolo inäi äst
'I^empo äs Zr^poNoii: Nach dein Zeugnisse der Geschicht-schreiber sind es fünfhundert Jahre, aber wie wir Thal-Leute dafür halten, ist es schon von undencklichen Zeitenher geschehen, und diese Religion von den Tagen der Apo-stel an bis daher vorn Vater aufden Sohn unter uns fort-gepflantzt worden. Daß aber hier gesagt wird, daß die Geschich-te nur von fünf hundert Jahren gedencken, so rührt solches woleigentlich daher, weil man vor dem Jahre ivoo. dahin diese fünfhundert Jahre fallen, noch wenig von diesen Leuten, die man bisdahin noch so ziemlich ruhig leben lassen, wenigstens sie noch mitgrossen algemeinen Verfolgungen verschonet, aufgezeichnet hat.
Wenn wir aber auch nur bey diesem Jahre wollen stehen bleiben,so bleiben doch unsere Waldenser allemal noch hundert Jahre al-ter, als Petrus Waldus von Lion.
Bey dieser Gelegenheit last sich der Briefungemein gut lesen, Aus einemden die von Provence im Jahr rzzo. an Oecolampadium ge- ZÄämp^schrieben, und dem Georgio Morel und Petro Masson mit- drum.gegeben, als sie diese beide Männer an besagten Oeeolampa-dium abgeschickt, um mit ihm, Bucero, Capitone und Hak-lern von ein und andern Ceremonien über welche sie einiges Be-
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