42L I.B. 2 6 .C. Von dem Alter der Maldenser
viele, und wurden dahero von den sogenanten Barten oderrecht-fthaffenen Lehrern der Waldenser, die mit ihrer Schwachheit Ge-duld hatten , liebreich getragen, und als Bruder aufgenommen,wie denn auch diese ebendaher ohne Unterscheid sich Priester,Ursache. Hirten, Barre, ja selbst Bischösse nennen liessen. Z. Dievornemste und algemeinste Ursache dieses Stilschweigens aufSeiten derer, die unsern Waldensern in der That gehaßig waren:war wohl die Furcht, ihre reichen Pfründe und Einkünfte zu ver-lieren, weil sie keine rechte Lust haben mochten, schmale Bissen zuessen, welches gewis würde erfolgt seyn, wenn sie ihre Pfarrenharren gantzlich zerstören wollen.
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, Das sechs und zwantzigstr Capitel.
Zeugnisse von dem Alter der Waldensischen Kirchen, oder
der Thäler von Piemont, gezogen aus ihren eigenen Schriften. °
ftr haben bis hieher ausführlich genug gesehen i. wcki^chergestalt llnfere Thaler die reine Lehre des Evangckibis in das 9te Jahrhundert nickt nur lauter und unver-fälscht beibehalten können, sondern auch würckllch dergestalt beibe-halten haben/«Daß sie auch nickt in einem einigen Stücke davonabgewichen. 2. Wie gegen das Ende besagten yten Jahrhunderts,da man anfangen wolte sie zu Amiehmnng der Bilder, Amuffuügder Heiligen, Verehrung der Reliquien, Walfahrten, und miteinem Worte, zu dem Römischen Aberglauben und Abgöttereyzu zwingen, ihr eigener Ertzbisichef Claudius sich so tapffer da-wider gesetzet, daß feine untergebene Gemeinen sich niemals vondieser Seuche anstecken lassen, auch zugleich mit ihnen endlichgar von der Römischen Kirck)e ausgegangen, und sie öffentlichals eilte falsche Religion, so dem rechten Cachol-schen
.Glauben und der läutern Wahrheit zuwider, und alseme
. neue,