des Antichrists im "ten Jahrhundert. z8?
alle vorher angeführte Betrügereien, falsche Wunder und teufli-sche Blendwercke, in Ansehung der Ueberbleibsel der verstorbenenHeüigen, Erscheinungen der Todten, n. s. w. rm höchsten Gradantreffen. Ich verweise meine Leser abermals auf die Zeugnijstder Römischen Schriftsteller selbst, und insonderheit auf die aus-führliche Beschreibung. so uns Glaber Rodulphus hiervon imzy. Capitel seines Buches gibt. Der damals regierende Pabffwar nach dem Zeugniß Hermann! im ersten Theil seiner Jahr-bücher Bmedict y. ein Mann, dessen Lebens-Arc ihn gantzund gar unwürdig inachte, deit Apostolischen Stul zu be-sißelt, und der eintz'g und allein mehr Ehebruch, Blut-schande, und andere schändliche Gräuel mehr, als alle sei-ne Vorfaren insgesamt getrieben, und der nach der Erzäh-lung des Cardinals Benno im Leben Hildebrands, der Ab-götterey und allen Teufels-Künsten gantz und gar ergebengewesen, dem Teufel in den Wäldern geopfert, durch Zau-berei) das Weibs-Volck gezwungen seinen unflätigen Murhan ihnen sich kühlen zu lassen, auf das Vogelgeschrey ge-halten , u. s. w. Und damit man ihn. desto besser für den geof-fenbarten Antichrist und für das andere Thier, dessen in der Of-fenbarung gedacht wird, und welches nach dem einstimmigen Zeug-nis aller Ausleger nichts anders als den Antichrist bedeutet, deralle Macht des ersten Thiers (dasistdesRömisthenKaiserthums)vornhin thun solle, erkennen möchte: so müste er es seyn, der demKaiser Henrico l V. die Krone raubte, und sie dem Könige inUngarn Petro mir diesem schönen Vers zuschickte:
l^omam ?ccro, libi Oornnam.
Das ist , der' Fels (nen)lich Christus) hat dem Petrus Rom, derPabst aber dir die Krone gegeben.
Merckwürdig aber ist, daß ihm die götlicbe Strafeanchaufdem Fllsse nachgefolgt. Denn nachdem er gesehen, daß der recht-mäßige Kaiser den andern überwunden, lind sich nun auch an-schickte, sich an ihm zu .rächen, hat er die Päbstliche Würde dem. Ccc 2 Hrlr