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I. B. 2 z. C. Vor: der Offer:barung
und was ist wohl gewisses, als daß die allermeisten lügenhaftigenKräfte, Zeichen und Wunder, womit man die armen verblendetenLeute in die greulichste Abgötterey der Verehrung der Reliquienund anderer Misbrauche mehr gestürtzet, sich eben um das Jahr1008. erst augenscheinlich angefangen? Auch diefes bezeugt der erstangeführte GlaberRodulphus im 6teu Cap. feines drittenBu-ches. Insonderheit hat mau run diese Zeit zu erst die fabelhaftenErzälungeu von allerley Offenbarungen ersonnen, und solchemit dem eitlen Blendwerck falscher Wunder so meisterlich zupMren gelvußt, daß aus solcher Vermischung endlich das für die Rö-mische Kirche so vortheilhaftige Fegefeuer, und aus diesem hinwie-derum dieMesien für die irr demselben Pein leidenden Seelen entstan-den. Es geschahe zu den Zeiten Roberts, Königs in Franckreich,so zu Arrfang des eilften Jahrhunderts und bis zum Jahr 1026.gelebet, da ein gewisser geistlicher Pilgrim von JerusalemnachSicilien gekommen, und vorgegeben, daß die abge-schiedenen Seelen, nach Beschaffenheit der Sünden, mitwelchen sie befleckt gewesen, in einem Topfe desVulcanisovoller Feuer und Flammen wäre, entsetzlich gemartert wür-den, und zugleich betheuert, daß er selber diese arme See-len zum öfter» erbärmlich habe Hörer: schreyen. Eben die-ses lügenhaftige Vorgeben bestätiget auch der Mönch, RudolplMRudolphus Cluniacensis, im 150. Cap. des zten Buchs seiner Jahrgeschichte,Pttnä Da- und mit ihm Petrus Damiani im Leben Odilons, Abts vonmiani. Cluny, wenn er daselbst im ersten Buch, hon einem gewissen Or-te redet, aus welcher», seinem Vorgeben nach, gar entsetzlicheFlammen herauf steigert, in welchen: die Seelen der Ver-storbenen auf vielerlei) Art und Weise gar erbärmlich ge-martert werden, und zwar nach den: Unterscheid der Sun-den, so sie auf der Welt begangen haben, wie denn auch zuVergrößerung ihrer äussersten Quaal, eine grosse MengeTeufel dabey zugegen, so alle insgesamt dazu bestirnt sind,sie immer wieder aufs neue zu martern und zu peinigen;